Die unterschiedlichen Ernährungstypen

Auszug aus dem Buch:

Kurz nach Erscheinen unseres Buches Alles erlaubt! erregte eines der Kapitel viel Aufsehen. Wir berichteten dort erstmals in der Literatur darüber, dass es bei uns Menschen zwei grundlegend verschiedene Ernährungstypen gibt. Sie unterscheiden sich im wesentlichen darin, welche Lebensmittel vertragen werden und welche nicht.

Eine Journalistin führte mit Thomas Poppe dazu ein Gespräch und stellte so zielgenaue Fragen, dass alle bisherigen Leserfragen zum Thema mit den Antworten im Interview abgedeckt sind. Dass sich ein Medienvertreter so gründlich auf das Thema einlässt, kommt nicht oft vor, und wir sind froh, das Gespräch hier abdrucken zu können.

Herr Poppe, woher stammt all das Wissen in Ihren Büchern? Und wie erklären Sie sich heute den Erfolg?

Das Wissen ist ein uraltes Menschheitserbe, das in vielen Kulturen verbreitet war und gelebt worden ist. Zum Teil ist es dort heute noch lebendig, wie wir aus zahlreichen Zuschriften aus aller Welt wissen. Meine Frau Johanna ist mit diesem Wissen so selbstverständlich aufgewachsen wie ein Fisch mit dem Wasser. In ihrer grossen Familie von Tiroler Bergbauern war es schlicht undenkbar, sich nicht danach zu richten. Bergbauernarbeit ist ja zeitweise härteste körperliche Anstrengung. Eine Missachtung dieses Wissens hätte soviel allgemeine körperliche Schwächung, Fehlernten und schnellen Verfall auf allen Ebenen bedeutet, dass es nicht verkraftbar gewesen wäre… Der Erfolg der Bücher beruht zweifellos auf dem grossen Gewinn, den die Leserinnen und Leser haben, wenn sie den Empfehlungen im Alltag folgen.

Mich interessiert heute ein besonderer Aspekt Ihres Wissens besonders – nähmlich das es bei uns Menschen offenbar zwei unterschiedliche Ernährungstypen gibt. Was bedeutet erst einmal „Ernährungstyp“ Alpha oder Omega?

Es bedeutet, dass Sie persönlich und auch jeder andere Mensch mit grösster Wahrscheinlichkeit einem von zwei Menschentypen angehören, die sich dadurch unterscheiden, dass sie jeweils eine ganze Reihe von Lebensmitteln unterschiedlich gut vertragen.

Warum weiss ich als Normalsterblicher nichts davon? Der Unterschied zwischen den Ernährungstypen scheint ja sehr deutlich zu sein, wie ich in Ihrem Buch Alles Erlaubt! nachgelesen habe. Warum geht ein solches Wissen verloren?

Ja, warum? Manchmal ist es uns wirklich ein Rätsel, warum wertvolles und zeitlos gültiges Wissen unserer Vorfahren sang- und klanglos über die Jahrhunderte in vergessenheit gerät, bis es schliesslich wider entdeckt oder gar als „neuzeitlich“ angepriesen wird. Wir vermuten in diesem Fall, dass die beiden Weltkriege für einen scharfen Bruch in der Weitergabe von Wissen verantwortlich sind. Von den Grosseltern über die Kinder bis zu den Enkeln, dieser Fluss ist im letzten Jahrhundert mehrfach unterbrochen worden. Moderne Teenager lachen ja über das Wissen der Grosseltern und vertrauen den „Experten“ heute mehr den je. Und dann ist da natürlich das Aufkommen aller möglichen Industrien, die uns mit zahllosen künstlichen Nahrungsmittelprodukten überschwemmen – hergestellt ohne Rücksicht auf natürliche und biologische Zusammenhänge und natürlich grossteils auch ohne Kenntnis der tatsächlichen Abläufe im Verdauungsvorgang. Alles im Namen von „Schmeckt besser!“, „Schneller gemacht!“ und „Bequemer!“


Wie finde ich eigentlich auf die Schnelle heraus, welcher Typ ich bin ?

Wenn Sie die Zusammenhänge aus der Tabelle im Auge behalten, ist es manchmal möglich, den eigenen Ernährungstyp sofort herauszufinden. Letzte Klarheit verschafft meist ein Sieben-Tage-Experiment: Ernähren Sie sich bei zunehmendem Mond mindestens eine Woche lang nur in die Omega-Richtung und anschliessend ebenfalls bei zunehmendem Mond eine Woche lang nur in die Alpha-Richtung – oder umgekehrt. Meist wird dieses Experiment schon nach zwei, drei tagen ein deutliches Ergebnis bringen.

Können Sie für unsere Leser und für mich zum Schluss noch einmal zussammenfassen, worin der besondere Nutzen der Kenntnis der Ernährungstypen liegt?

Nun, am besten vielleicht so: Was ist wohl das besondere Geheimnis mancher alter Menschen, beispielsweise ines Bergbauern, der mit 80 Jahren früh morgens auf die Alm klettert, den ganzen Tag härteste körperliche Arbeit leistet und abends fröhlich an seiner Pfeife saugt? Der niemals in seinem Leben eine Arztpraxis von innen gesehen hat? Betrachtet man die Lebensweise solcher Menschen, fällt fast immer auf, dass sie sich ganz schlicht ernähren – nach Grundregeln, die sich jahrtausendelang nicht verändert haben. Das fällt ihnen deshalb nicht schwehr, weil sie wissen: Nur eine halbe Tafel Schokolade oder ein Glas Cola oder eine halbe Pizza – Und ihr Körper wäre in Minuten so geschwächt, dass sie den ganzen Tag zu nichts mehr taugen. Wir leben heute in einem undurchdringlichen Dschungel von Ernnährungsratgebern, diättrends, Expertenmeinungen und Ähnlichem. Noch niemals in der geschichte der menschheit waren Experten so sehr auf dem Holzweg wie heute. Wussten Sie, das Ärzte während ihrer Ausbildung so gut wie nicht über gesunde Ernährung erfahren?! Welches Verbrechen einer modernen „Ausbildung“! Denn wie ich mich heute ernähre, entscheidet morgen über meine Gesundheit…

Schreibe einen Kommentar

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.